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Kirche "ST.  JOHANNES  DER  TÄUFER"

Gottesdienstzeiten:

Mittwoch und Freitag:
18:30 Uhr Rosenkranz, 19.00 Uhr Gottesdienst
Samstag:
Jeden zweiten Samstag im Monat 18:30 Uhr Rosenkranz,
19:00 Uhr Vorabendmesse
Sonntag:
10:00 Uhr Gottesdienst

Pfarreiengemeinschaft
Hohenwarth-Haibühl -

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Kirchenführer für Pfarrkirche und Alte Kirche

Pfarrkirche

Die Pfarrkirche zu Hohenwarth ist nach der gelungenen Renovierung von 1978 bis 1987 zu einem sehenswerten Bauwerk geworden.

Sie wurde von 1860 bis 1862 im neugotischen Stil erbaut. Das Gewölbe im Presbyterium ist in Blau gehalten und mit Goldsternen besetzt. An den Seitenwänden, um den Hochaltar herum, zieht sich in Fensterhöhe ein gemalter neugotischer Teppich.

Die drei Glasfenster entstanden 1895/96 in der Mayer'schen königlichen Hof- und Kunstanstalt in München und zeigen das Herz Mariae, das Herz Jesu und das Lamm Gottes. Der Hochaltar ist im neugotischen Stil geschnitzt und entstand in der Werkstatt des Bildhauers Seywald in Hengersberg. Darauf befinden sich zwei Reliefbilder mit der Darstellung der Geburt (Vater Zacharias hält die Tafel mit dem Namen hoch) und der Enthauptung Johannes des Täufers. Über diesen Bildern sieht man ein Kreuz mit Maria und Johannes dem Evangelisten.

Die Seitenaltäre wurden ebenfalls von Meister Seywald hergestellt und zeigen rechts den Hl. Josef und links Maria Immaculata, die unbefleckte Empfängnis.

Auch die Kanzel stammt vom gleichen Künstler. Darüber ist eine Abbildung nach der Schule Rubens, die "Trinität", gemalt. Das Seitenbild an der Kanzel, welches 1883 von Maler Heinrich Oesterer aus Kötzting gemalt wurde, zeigt den guten Hirten.

Auf dem Schalldeckel der Kanzel steht Johannes der Täufer. Diese Statue stammt aus der alten Kirche und ist ein spätgotisches Werk (Anfang des 16. Jahrhunderts).

Im Triumphbogen sieht man die Marterwerkzeuge Christi, z.B. Hammer, Nägel, Dornenkrone. Die zwölf Glasfenster im Langhaus wurden im Jahre 1902 von der Mayer'schen Kunstanstalt aus Kathedralglas gefertigt. Rechts beim Josefsaltar erkennt man den Hl. Florian, beim Marienaltar den Hl. Sebastian.

Die Wandgemälde wurden 1884 von Meister Oesterer aus Kötzting in Temperafarben gemalt. Rechte Seite (von links nach rechts): Franz von Assisi, St. Wolfgang, St. Aloisius (dieser mit Lilie). Linke Seite: St. Franziska  Romana, St. Katharina (mit Radl). Über dem Marienaltar sieht man ein Medaillonbild mit Anna und Maria, und über dem Josefsaltar befindet sich ein Bild des Hl. Joachim. 

Der Kreuzweg wurde 1862 von Bildhauer Peter Seidl aus Passau gestaltet.  Die Figuren sind aus Gips und hydraulischem Kalk gefertigt. Der barocke Rosenkranz, der zwischen Presbyterium und Kirchenschiff hängt, wurde aus der alten Kirche übernommen.

Die neugotische Einrichtung der Pfarrkirche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde erst durch eine Vielzahl von Spenden aus der Bevölkerung
ermöglicht. Die Gelder für den Rohbau der Kirche in Höhe von etwa 10800 Gulden, das mögen heutzutage 1/2 Million Euro sein, kamen aus den verschiedensten Quellen zusammen; Hohenwarths Anteil als "armer Gemeinde" war nur gering.

Alte Kirche

Die "Alte Kirche" wurde 1589 erbaut, mehrmals erweitert, aber in den 1860er Jahren zum großen Teil abgerissen. Erhalten blieb das Presbyterium, das 1983 bis 1989 renoviert wurde.  Der Chor zeigt spätgotische Formen; der barocke Hochaltar zeigt Johannes den Täufer, wie er auf das Lamm Gottes hinweist.

Die beiden Altarwächter sind der Hl. Nikolaus mit Buch und den drei Äpfeln zur linken und der Hl. Ambrosius mit Bienenkorb zur rechten Seite.
An der linken Wand hängt ein Wandkreuz, dessen "herrlich durchmodellierter Christuskörper und dessen unvergleichlicher Gesichtsausdruck" Bewunderung verdienen (um 1800).

An der linken Wand des Chores sieht man den Gedenkstein des Barons Franz Ignaz von Poyßl (gest. 1765),  ihm gegenüber den Gedenkstein seiner Tochter Eleonora (gest. 1804).

Im Vorraum links steht der Gedenkstein der ersten Gemahlin des Barons, Aloisia von Poyßl, geb. Asch, gest. 1749 Rechts steht der Stein seiner zweiten Gattin, Mariana Ernestina, geb. Ocfort (gest. 1755); der Stein ist eine Nachfertigung. Der Baron heiratete dann noch ein drittes Mal. An der Westwand wurde im Kircheninnern auch die alte Grabplatte des 1817 verstorbenen Schlosskaplans Johann Baptist  Bründl eingesetzt.

1817 wurde auch der Friedhof fertig, der seitdem mehrmals erweitert wurde.

Geschichte der Pfarrei

Um 1180 wird Hohenwarth  zum ersten Mal in einem sog. Traditionsbuch des Klosters Reichenbach erwähnt. Vielleicht gab es damals schon eine Burgkapelle, die Johannes dem Täufer geweiht war. Die Verehrung des Täufers geht auf die Zeit der Kreuzzüge zurück.

1402

Eine Urkunde erwähnt eine erste Kirche in Hohenwarth, die Johannes dem Täufer geweiht war.

1526

Hohenwarth hat vorübergehend sogar einen eigenen Geistlichen.Ende des 16. Jh.: Mit dem ersten Schloss verfällt auch die frühe Kirche.

1570

Bau des zweiten Schlosses

1589

Ludwig X. von Eyb, Herr auf Hohnwarth, lässt die Kirche im spätgotischen Stil erbauen.

1648

Bau eine Kirchturmes, der 1855 abgerissen wird.

Etwa 1650
bis 1655

Das jetzige Schloss wird erbaut.

1760 er Jahre

Die Versuche des Barons Franz Ignaz von Poyßl, Hohenwarth zur Pfarrei zu erheben, scheitern an Kloster Rott

1828

Hohenwarth wird Expositur, das heißt, es erhält einen eigenen Geistlichen.

1860

Die jetzige Pfarrkirche wird erbaut.

1922

Am 27. Juni wird Hohenwarth zur Pfarrei erhoben.

1929

Bau des jetzigen Pfarrhofes.

1989

Bau des Kindergarten St. Johannes.

     
Ab 2006 muss schon wieder renoviert werden. In einem ersten Bauabschnitt wurde mit der Außenrenovierung begonnen, die 2007 abgeschlossen werden konnte.

September 2007 tritt Pfarrer Franz Xaver Weber sein Amt als Pfarrer von Haibühl/Arrach und Hohenwarth an.  Pfarrer Gottfried Rottner geht mit 70 Jahren in den Ruhestand. 

Liebe Pfarrgemeinde, liebe Gäste,

Wenn Sie sich umfassend über beide Kirchen und die Geschichte der Pfarrei Hohenwarth informieren wollen, sei auf die Schriften "Hohenwarth und seine Pfarrkirche 1862 - 1987" (170 Seiten) sowie "Die Alte Kirche in Hohenwarth 1589 - 1989" (36 Seiten) verwiesen, die Sie in der Tourist-Information erwerben können.