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Die Hussitenkapelle und andere "Weggefährten"

Die Hussitenkapelle wird die älteste ihrer Art in der Gemeinde Hohenwarth sein.
Außer der Name „Hussitenkapelle“ weist nichts auf ihre Entstehungsgeschichte hin. Die mündliche Überlieferung dürfte ziemlich sicher in ununterbrochener Tradition bis in die Zeit der Hussitenkriege im 15. Jahrhundert reichen. Über den Grund der Entstehung gibt es viele Geschichten, die jedoch nicht historisch belegt sind. Sehr wahrscheinlich wird ein mit den Hussitenkriegen in Verbindung stehendes Gelübde zum Bau der Kapelle geführt haben. Die Hussitenkapelle erinnert an diese Zeit und hat deshalb für unsere Gegend eine große historische Bedeutung.

Weitere Kapellen säumen die Wege in und um Hohenwarth, z.B. die Rosserer-Kapelle der Pferdevereinigung und die Hubertuskapelle der Jäger, sowie viele private Wegkapellen.

Die Pfarrkirche Sankt Johannes Baptist:

Die Pfarrkirche zu Hohenwarth ist nach gelungener Renovierung von 1978 bis 1987 zu einem sehenswürdigen Bauwerk geworden. Sie wurde 1860 bis 1862 im neugotischen Stil erbaut. Das Gewölbe im Presbyterium ist in Blau gehalten und mit Goldsternen besetzt. An den Seitenwänden, um den Hochaltar herum, zieht sich in Fensterhöhe ein gemalter neugotischer Teppich.

Die alte Kirche („Schlosskapelle):

Die alte Kirche unterhalb des Wachsteinfelsens, die in den Friedhof einbezogen ist, wurde 1589 fertiggestellt. Von der spätgotischen Anlage steht nur mehr der Chor. Beachtenswert ist die Gestaltung des Gewölbes und der barocke Altar aus dem frühen 18. Jahrhundert.

Das Schloss:

Das Schloss, heute Gaststätte und Metzgerei Vogl, entstand nach dem 30-jährigen Krieg, in den Jahren 1650 bis 1655. In den letzten Jahrzehnten haben Um- und Anbauten die Nordwest-Seite verändert. Die Anlage besteht aus vier Flügeln um einen Innenhof. Architektonische Details sind nicht vorhanden. Zwei Flügel dienen als Wohngebäude, Gasträume und dem Schlachthaus. Die Brauerei wurde 1969 aufgegeben.

 
Die Räuber Heigl Linde:

Im Ortsteil Gotzendorf steht die mind. 350 jährige und ca. 25 m hohe Heigl-Linde. Vermutlich wurde sie im 30-jährigen Krieg gepflanzt und soll wiederholt dem legendären Räuber Heigl als Unterschlupf und Nachtquartier gedient haben.

Das Brauchtum der Toten-und Gedenkbretter:

Auf schlichten Fichtenbrettern wurden 2 Tage und Nächte  die Verstorbenen darauf aufgebahrt. Die Verwandten beteten für ihn den Rosenkranz. Danach wurde der Leichnahm in ein Tuch aus Leinen gewickelt und auf dem Brett zu Grabe getragen. Der Spruch "Der ist übers Brettl grutscht" kommt aus dieser Zeit. Danach wurde das Brett in der Natur aufgestellt, damit es schnell verfaulte. Dem Volksglauben nach, findet die Seele des Verstorbenen erst dann ihre Ruhe, wenn das Holz zerfallen und morsch geworden ist. Erst im Jahre 1800 wurden Särge gebräuchlich.Dadurch wurde das Totenbrett überflüssig und man stellt das Brett als Andenken auf. Meist an an einem Baum, einer Kapelle oder dem Kirchenweg. D Die Bretter wurden immer kunstfertiger ausgeführt und mit Namen und Sprüchen versehen. Traurige und manchmal auch lustige. Der Brauch der Totenbretter findet sich nur noch im Bayerischen Wald und im Böhmerwald.

Nette Sprüche:

Durch einen Ochsenstoß, kam er in Gottes Schoß. Er fand die ewige Ruh, durch dich, oh Rindvieh du.

Kaum hast du die Welt gesehn, in der schönsten Blütezeit, musstest du von hinnen gehen. (für eine 75-jährige Frau)

Hier ruht Barbara Gschwendner, sie wog zweieinhalb Zentner. Gebe Gott ihr in der Ewigkeit, nach ihrem Gewicht die Seligkeit.